asb-5.gif

64 Teilnehmer, 33 Einsatzfahrzeuge und vier Instruktoren haben sich am 22. Dezember 2018 zum Fahrsicherheitstraining im Baden-Airpark in Rheinmünster getroffen. Die Pilotveranstaltung des ASB Bundesverbands richtete sich an Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz, die während ihrer Einsätze oft mit kritischen Fahrsituationen konfrontiert werden.

Das Fahren von Einsatzfahrzeugen im Notfalleinsatz verlangt Fahrern und Fahrzeugen einiges ab. Es gilt, trotz Anspannung und Stress schnell und sicher zu reagieren und in gefährlichen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Und das in Fahrzeugen, die deutlich größere Kräfte entwickeln und schwieriger zu beherrschen sind als der private PKW.

Zum Fahrsicherheitstraining, das in dieser Form zum ersten Mal stattgefunden hat und das Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz fit für kritische Fahrsituationen machen soll, haben sich Samariter aus Hannover, Karlsruhe und Köln, Ludwigsburg, Mannheim, Speyer und Ulm getroffen.

Um 7:00 Uhr setzte sich der Tross mit 33 ASB-Einsatzfahrzeugen von Karlsruhe mit Fahrtziel Baden-Airpark in Rheinmünster in Bewegung. Mehrere beeindruckende Kolonnen waren somit in der Morgendämmerung des 22.12. auf der BAB5 zwischen Karlsruhe und Baden-Baden präsent. Auf den Empfang am Veranstaltungsgelände und kurzer theoretischer Einweisung ging es in vier Gruppen auf die Strecke.

Der Parcours, auf dem die Einsatzkräfte unter ähnlichen Bedingungen wie im Notfall unterwegs waren, simulierte realistische Fahrsituationen. Unter widrigsten Wetterverhältnissen mussten die Fahrer in allen erdenklichen Situationen auf allen erdenklichen Untergründen bremsen, Hindernissen ausweichen, Slalom sowie vorwärts und rückwärts fahren. Untersteuern und Übersteuern in der Kreisbahn sowie eine Reaktionsübung standen ebenfalls auf dem Programm. Die Fahraktiven Teilen wurden ergänzt durch kurze theoretische Einführungen in die Themen Fahrphysik und Fahrzeugkunde, Unterschiede diverser Antriebsarten und umfassende Informationen zu Reifen.

Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv: „So manche Einsatzkraft war bei den Fahrübungen doch über die Reaktion der Fahrzeuge im Grenzbereich überrascht. Genau aus diesem Grund wird diese Art der Schulung organisiert und durchgeführt“, resümiert Michael Sonntag, Referent Notfallausbildung beim ASB Bundesverband. „Die höchstmögliche Sicherheit für unsere Mitarbeiterinnen und unsere Patienten, aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmer kann nicht hoch genug bewertet werden.“

Da der ASB Karlsruhe seinen Einsatzkräften bereits seit 2013 Fahrsicherheitstrainings anbietet und Erfahrung in Organisation und Durchführung besitzt, wurde das Pilottraining an die bereits bestehenden Strukturen angelehnt. „Derzeit gehen wir davon aus, dass es auch in Zukunft Veranstaltungen dieser Art bei uns in der Region aber auch in anderen Bundesländern geben wird“, so Carsten Schmidt vom ASB Karlsruhe, der an der Organisation des Fahrtrainings beteiligt war.

 Fahrertraining

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Foto: Alexander Schmidt