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Eingliederungshilfe für Behinderte

Die Sozialpädagogische Einzelbetreuung (SE) des ASB Ulm ist eine ambulante Dienstleistung für körperlich, geistig und seelisch behinderte Menschen, die wegen Art und/oder Schwere der Behinderung zeitweise oder ständig Beratung, Betreuung und lebenspraktische Hilfe durch pädagogische Fachkräfte benötigen, um ihre komplexen Probleme zu bewältigen und selbständiger zu leben.

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Betreutes Wohnen für Behinderte

Schwedisches Fokus-Wohnmodell für Behinderte

Für  viele behinderte Menschen ist selbständiges und selbstbestimmtes Leben nur in speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmtem Wohnraum möglich. Der ASB Ulm bietet für Behinderte im Ulmer Brauerviertel in einem Gebäude mit 12 barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnungen Betreutes Wohnen im Rahmen eines Fokus-Modells an. Dabei handelt es sich um Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen mit Nutzflächen von 58 m² bis 90 m².

Die ausgezeichnet vorhandene Infrastruktur mit kurzen Wegen zu allen Einrichtungen des täglichen Bedarfs, die unmittelbare Nähe zu vielen öffentlichen Einrichtungen und die geradezu ideale Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel bieten beste Voraussetzungen für angenehmes Wohnen und Leben.

Das schwedische Fokus-Wohnmodell ist eine Wohnform, in der man trotz Behinderung ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung, außerhalb von Heimen und Sondereinrichtungen führen kann. Dabei bestimmen die Mieter/innen, wer wann und wie für sie unterstützend tätig sein soll. Ein besonders schwerer Behinderungsgrad und ein außerordentlich hoher Hilfebedarf ist kein Hinderungsgrund für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Im Gegenteil: Mit Hilfe der verschiedenen ambulanten Dienste und Serviceleistungen des ASB-Gesundheitszentrums in Ulm erhalten die Mieter/innen umfassende Unterstützung wie Beratung hinsichtlich der Auswahl der verschiedenen ambulanten Dienstleistungen, Erstellung eines Individuellen Hilfeplans oder Koordinierung der ausgewählten Hilfen.


Offene Behindertenhilfe

Ziel der Behindertenhilfe ist es, Menschen trotz Behinderung oder Krankheit ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen, d. h. verlorengegangene Fähigkeiten zurückzugewinnen und Autonomiewünsche zu unterstützen. Die offene Behindertenhilfe betreut Kinder und Jugendliche im Alter von 3 - 18 Jahren mit verschiedenen Behinderungen.

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auptamtliche Kräfte (Erzieher/innen, Heilpraktiker/innen, Krankenschwestern) und  FSJ-Teilnehmer/innen sowie Zivildienstleistende begleiten und unterstützen die behinderten Kinder und Jugendlichen im Rahmen von Einzelmaßnahmen bei ihrer Integration in Regeleinrichtungen.

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Die Betroffenen besuchen Regelkindergärten und Regelschulen - von der Hauptschule bis zum Gymnasium. Dort wird ihnen mit Hilfe der betreuenden Kraft die Bewältigung von Alltagsaufgaben und die Eingliederung in die Gesellschaft ermöglicht. Gesetzliche Grundlage hierfür sind im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe § 35a Sozialgesetzbuch (SGB) VIII "Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche" sowie im Rahmen der Sozialhilfe §§ 53,54 SGB XII "Leistungsberechtigte und Aufgabe" und "Leistungen der Eingliederungshilfe".

Neben der gesellschaftlichen Eingliederung ist es auch Aufgabe der Hilfsmaßnahmen, eine drohende Behinderung zu verhüten und eine vorhandene Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen bzw. zu mildern. Neben der direkten Eingliederungshilfe werden die Betroffenen und ihre Familien bei Problemen mit Behörden, gesetzlichen Regelungen, sonderpädagogischen Fragen usw beraten. Dieses Beratungsangebot erstreckt sich auch auf die von Kindern und Jugendlichen besuchten Regeleinrichtungen sowie auf eine Vernetzung mit den zuständigen Frühförderstellen.


Individuelle Schwerstbehinderten-Betreuung (ISB)


Die Individuelle-Schwerstbehinderten-Betreuung (ISB), auch Individuelle Schwerstbehinderten-Assistenz (ISA) genannt, ermöglicht durch bürgernahe Hilfen eine Normalisierung der Lebensumstände behinderter Menschen und somit die Integration in die Gesellschaft  als Alternative zur Ausgliederung in Sondereinrichtungen. Sie bietet Hilfen, dass sich behinderte Menschen unabhängig von Art und Schwere ihrer Beeinträchtigung den Zugang zu allen Lebens-, Lern-, Arbeits- und Betätigungsfeldern selbst erschließen und ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Genutzt werden kann die ISB von Menschen mit einer körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung.

isbSeit mehreren Jahren bildet der ASB Ulm schwerstbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene zu Bürokaufleuten aus. Dieses Projekt ist in der Bundesrepublik einzigartig. Die Jugendlichen durchlaufen hier eine dreijährige, duale Regelausbildung, die mit dem Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer endet. Sie leben in vom ASB angemieteten, rollstuhlgerechten Wohnungen, in denen sie von Assistenten/innen betreut werden.

Die jungen Kaufleute sollen hier Gelegenheit erhalten, über die engeren Ausbildungsinhalte hinaus vor allem das Arbeiten im Team zu lernen und auch soziale Schlüsselqualifikationen zu erwerben, auf die es im späteren Leben ankommt. Ergänzend dazu bietet die Integrationsfirma "TuWas & Dienstleister Logistik" des ASB Ulm, in ihrer Art einmalig, schwerstkörperbehinderten jungen Menschen die Chance auf einen Arbeitsplatz außerhalb von Heimen und Behindertenwerkstätten. Die Integrationsfirma bietet auf dem freien Markt Leistungen im EDV-Bereich und in Logistik an. Der ASB Ulm unternimmt damit einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unter Schwerstbehinderten. Die schwerstkörperbehinderten Mitarbeiter/innen erstellen am Computer Kopiervorlagen, erfassen Texte, pflegen Daten, übernehmen Telefondienste, entwerfen Logos und Zeichnungen und werten Stellenangebote aus.
 


Behindertenfahrdienste

Die Fahr- und Begleitdienste des ASB ermöglichen alten und insbesondere behinderten Menschen die Erledigung ihrer Besorgungen außerhalb des Hauses und die Teilnahme an Veranstaltungen, vor allem dann, wenn andere geeignete Verkehrsmittel nicht zur Verfügung stehen oder aus bestimmten Gründen nicht benutzt werden können.

behindertenhilfe6Die im Individualverkehr des ASB eingesetzten Fahrzeuge sind teilweise speziell für die spezifischen Erfordernisse der zu befördernden Personen ausgestattet. Die Fahrdienste sind als Ergänzung zur Individuellen Schwerstbehinderten-Betreuung sowie zu den ambulanten Hilfen nicht mehr wegzudenken. So werden z. B. die Schwerbehinderten zur Arbeitsstätte oder zu kulturellen Veranstaltungen wie ins Theater, Kino oder Konzert gefahren. Des Weiteren ermöglicht der Fahrdienst den eingeschränkt gehfähigen Senioren/innen z. B. den wöchentlichen Einkauf. Er ist ebenfalls wichtiger Bestandteil des Angebotes von Tagespflegeeinrichtungen, da die meisten Tagesgäste ohne den Fahrdienst nicht die Möglichkeit hätten, die Tagespflege zu besuchen.


Schülertransport

Im Bereich der Schülerbeförderung ermöglichen Fahrdienste des ASB behinderten Kindern die Teilnahme am Unterricht in den Schulen und Einrichtungen. Die Fahrer/innen und Begleiter/innen der Kinder erhalten zur Sicherheit der Kinder eine spezielle Unterweisung über die Kraftfahrzeuge selbst sowie über die Verhaltensweise gegenüber den zu befördernden Kindern.


Folgende regionale Gliederungen im Landesverband bieten Behindertenhilfe an:
Alb & Stauferland Pforzheim-Enz
Esslingen Rems-Murr/Schwäbisch Gmünd
Heilbronn-Franken Rheinstetten-Rastatt
Karlsruhe Schwäbisch Hall
Ludwigsburg Tuttlingen
Mannheim/Rhein-Neckar Ulm, Alb-Donau, Heidenheim, Aalen
Neckar-Alb  
Nordschwarzwald